
Ein CI-Manual (Corporate Identity Handbuch) stellt eine Anleitung und Richtlinie für die einheitliche Erstellung und Gestaltung von verschiedensten Kommunikationsmitteln für Unternehmen dar und zeigt Verhaltensweisen und Kultur des Unternehmens auf. Ein CI-Manual hat das Ziel, einheitliche Bezeichnungen, Formulierungen und Verhaltensweisen zu verwenden sowie einen einheitlichen Gesamteindruck des visuellen Erscheinungsbildes des Unternehmens zu gewährleisten. Das Manual dient als Benutzerhandbuch für den täglichen, internen Gebrauch.
AIDA ist eine Abkürzung und steht für ein klassisches Werbewirkungs-Prinzip.Das Stufenmodell enthält vier Phasen, (diese können sich auch überschneiden) welche ein Kunde durchläuft und die letztlich zu dessen Kaufentscheidung führen sollen. Die vier Phasen sind gleichermaßen relevant und gewichtet – sie finden auch heute noch in Werbestrategien und Verkaufsgesprächen Verwendung. Das Akronym AIDA setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der einzelnen Phasen zusammen: 1. Attention (Aufmerksamkeit) – Die Aufmerksamkeit des Kunden wird angeregt. 2. Interest (Interesse) – Das Interesse des Kunden wird erweckt, die emotionale Verbindung aufgebaut. 3. Desire (Verlangen) – Auf Seiten des Kunden entsteht ein Verlangen (Besitzwunsch). 4. Action (Aktion) – Der Kunde kauft das Produkt.

Antiqua (lat. antiquus „alt, einstig“) bezeichnet eine rundbogige Druckschrift römischen Ursprungs. Sie basiert auf dem lateinischen Alphabet. Verschiedene Mischformen der Antiqua sind heute die am häufigsten verwendeten Druck- und Schreibschriften der westlichen Welt. Umgangssprachlich bezeichnet man als Antiqua auch Serifenschriften als Gegensatz zur serifenlosen „Linear-Antiqua“, den Grotesk-Schriften.Bild: Original der Bembo (Wikipedia)
Der Begriff geht auf die Zeit der Industrialisierung zurück, während der Schriftsetzer im Akkord arbeiteten und dementsprechend ihren Lohn erhielten, basierend auf der Anzahl der gesetzten Zeilen. Somit verdiente der Setzer sein "Brot" durch das Setzen der "Schrift".
Die Brand Strategy (Markenstrategie) ist die systematische, langfristige Ausrichtung einer Marke, sowie die zielgerichtete Positionierung. Basis der Strategie ist das Mission statement, auch brand vision genannt. Ziel ist das Sicherstellen einer einheitlichen, authentischen und prägnanten Markenwahrnehmung.
Ein CD-Manual (Corporate Design Handbuch) stellt eine Anleitung und Richtlinie für die einheitliche Erstellung und Gestaltung von verschiedensten Kommunikationsmitteln für Unternehmen dar und zeigt Verhaltensweisen und Kultur des Unternehmens auf. Eine CD-Guideline hat das Ziel, einheitliche Bezeichnungen, Formulierungen und Verhaltensweisen zu verwenden sowie einen einheitlichen Gesamteindruck des visuellen Erscheinungsbildes des Unternehmens zu gewährleisten. Eine CD-Guideline dient als Benutzerhandbuch für den internen Gebrauch.
Als Descriptor bezeichnet man den informativen Zusatz der einem Marken- oder Unternehmensnamen beigefügt wird, um die Besonderheit des Unternehmens, oder des Produktes herauszustellen.
Differentiators sind Eigenschaften, die es einem Produkt oder einer Marke ermöglichen, sich von anderen zu unterscheiden. Sie sind nötig, und werden im Rahmen eines Branding Prozesses herausgearbeitet, um sich prägnant und mit einem hohen Wiedererkennungswert auf dem Markt zu positionieren.

Luc de Groot, geboren 1963 als Lucas Adianus Wilhelmus de Groot, ist ein niederländischer Schriftentwerfer und Typograf. Er entwarf zahlreiche Schriften, u.a. für das deutsche Magazin „Der Spiegel“, sowie für den Fernsehsender ARD oder der Berliner Tageszeitung „Taz“. Foto: Marie-Andree Doran

Der 1971 in Oporto, Portugal geborene Schriftgestalter studierte an der ESAD (Escola Superior de Artes e Design), an der er heute auch Typografie unterrichtet. Ende 1994 gründete er sein eigenes Schriftenlabel DSType. Zu seinen zahlreichen Schriftentwürfen gehören u.a. die Leitura, Dobra, Prelo oder Glosa. Bild: Dino Dos Santos, dstype.com
Unter Umständen ist es für einzelne Produkte oder Leistungen eines Unternehmens – im Rahmen der Einzelmarkenstrategie, auch Monomarkenstrategie genannt – sinnvoll, jeweils eigene Marken geschaffen. Jeder Marke bzw. jedem Produkt wird eine eigene Markenidentität, eigenes Image, aufgebaut. Die Einzelmarkenstrategie wird vor allem dann eingesetzt, wenn es sich um ähnliche Produkte (innerhalb der Unternehmenseigenen Produktsparten) für verschiedene Kundengruppen und Kundensegmente handelt. Der eigentliche Hersteller bleibt zunächst im Hintergrund.Beispiele sind in erster Linie auf dem Konsumgütermarkt zu finden. Ein Unternehmen, das die Einzelmarkenstrategie konsequent verfolgt, ist neben Ferrero und seinen Produkten Nutella, Hanuta, Mon Chérie, das Unternehmen Procter & Gamble mit seinen Produkten Ariel, Pampers und Meister Proper.
Die Falzmarke, auch Faltmarke genannt, ist eine Markierung welche das Falten bzw. die Konfektionierung eines Papiers (z.B. eines Briefbogens) erleichtert. Ebenfalls zu finden sind Falzmarken auf Druckbögen, dort helfen sie bei der buchbinderischen Weiterverarbeitung. In der Regel haben die Form eines kurzen, feinen Strichs.
Das Format gibt die Abmessungen eines Mediums an, wie Beispielsweise eines Plakates. Es gibt mittlerweise genormte Standardgrößen für Papiere, herausgegeben vom Deutschen Institut für Normung (DIN), die bekannten und oftmals verwendeten DIN-Formate.
Font Bureau ist eine von David Berlow und Roger Black 1989 in Boston/USA gegründete Schriftenschmiede. David Berlow war damals Schriftgestalter, Roger Black Designer und Berater. In den vergangenen Jahrzehnten entwarf Font Bureau über 2000 Schriften darunter auch die Amplitude, Benton Sans, Farnham oder die Interstate.
GIF ist die Abkürzung für “Graphics Interchange Format”. Gemeint ist ein Dateiformat mit guter Komprimierung, welches vor allem im Internet Verwendung findet.

Die Unternehmsfarbe (Corporate Colour), die Farbe (es können auch mehr als eine Farbe sein) welches das Unternehmen nach außen hin kommuniziert, wird auch als Hausfarbe bezeichnet. Die Hausfarbe ist ein elemantares Gestaltungselement im Rahmen einer Corporate Identity, und wird (oftmals) als Unterscheidungsmerkmal benutzt.
Der Begriff Haptik wird oft im Zusammenhang mit der Eigenschaft von Papier oder Produktverpackungen verwendet. Die haptische Wahrnemung beschreibt die Wahrnemung des Gehirns bei Berührungen, Oberflächenbeschaffenheiten oder Druck. Die Haptik eines Papiers zielt somit auf den Reiz welches es bei der Berührung seiner Oberfläche im Gerhirn hervorruft.
Das Image bezeichnet die Wahrnehmung eines Unternehmens oder einer Marke (eines Produktes) durch die Öffentlichkeit.
Wird eine Marke bewusst als Bestandteil einer Dachmarke kommuniziert, spricht man von einer Ingredient Brand. Von solche einer Markenstruktur können beide Marken profitieren.
Als Joint venture bezeichnet man ein gemeinsames Zusammenkommen zweier getrennter und eigenständig agierender Unternehmen, unter dem Dach einer dafür gegründeten Tochtergesellschaft. An dieser neuen Geschäftseinheit sind beide Unternehmen mit ihrem Kapital, ihren Ressourcen und ihrem Know-How beteiligt.
Kalibrierung ist ein aus der Informatik stammender Begriff der für die Anpassung, den Abgleich bzw. die (korrekte) Abstimmung von Farben auf unterschiedlichen Ein- und Ausgabegeräten verwendet wird. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Monitore oder auf um Soft- und Hardware.
Ein Leitbild ist Kernpunkt einer jeden Unternehmensstrategie. Das Leitbild ist vital, es orientiert sich an der im Unternehmen anzutreffenden (gelebten) Realität und richtet zeitgleich den Blick in die Zukunft. Zusammengefasst wird das Leitbild oftmals im “Mission Statement” des Unternehmens, in dem die Visionen und Zielsetzungen verschmelzen.

Der Begriff stammt vom lateinischen Wort "ligare" ab, was “verbinden” bedeutet. Eine Ligatur ist die Verbindung von mindestens zwei Buchstaben zu einer Einheit. Im typografischen Gebrauch werden Ligaturen in erster Linie verwendet, wenn zwei Buchstaben mit Oberlängen, wie beispielsweise f, i, l oder t aufeinander folgen, denn ohne Ligatur würde eine (optisch unschöne) Lücke zwischen den Buchstaben entstehen.
Als Mass Marketing bezeichnet man Marketingmaßnahmen, welche zur selben Zeit und im großen Umfang über (Massen-)medien wie Fernsehen oder Internet an die breit gefächerte Zielgruppe gerichtet werden.
Ist eine Schrift monospaced, bedeuted dies, dass allen Schriftzeichen die gleiche Breite zugewiesen wurde. Allen Buchstaben wird so innerhalb der Schrift der gleiche Raum zugeteilt.

OpenType ist ein modernes Datenformat für digitalisierte Schriften (Fonts). Das OpenType-Format löst die vorherigen Formate PostScript (Type 1) und TrueType ab, und ist nicht wie die beiden Vorgänger im Zeichenvorrat limitiert (eine OpenType-Schrift kann bis zu 65.535 Glyphen enthalten). Eine der vielen Neuerungen des OT-Format: die Schriften bestehen nur aus einer Font-Datei, welche auch die Adressierung einzelner Zeichen über die Unicode-Tabellen ermöglichen.Ebenfalls ein entschiedender Vorteil ist, dass OpenType ist ein plattformübergreifendes Format ist, die Schrift lässt sich somit auf dem PC und auch am Mac verwenden. Des Weiteren erlaubt das OT-Format mehrere Alternativen für spezielle Glyphen (z.B. für Ligaturen).
Unter organischen Design stilisitische Gestaltungsrichtung, die sich an organischen Formen aus der Natur orientieren, dies können unter anderen dynamische Rundungen oder auch kraftvolle Wölbungen sein.In der Entwicklung der modernen Produktgestaltung finden sich von Zeit zu Zeit immer wieder organische Tendenzen. Beispielsweise zeigt der 1946 vorgestellte Vespa-Motorroller von Piaggio
Die Seitenzahl eines Buches oder einer Publikation wird auch Pagina genannt. Der Begriff stammt aus dem lateinischen Wort »paginare« ab, was soviel wie “abfassen” oder auch “schreiben” bedeutet. Die Pagina wird meist ausserhalb des Satzsspiegels platziert.
Paul Renner ist einer der bekanntesten deutschen Typografen. Er entwarf Schriften wie die Futura oder die Renner Antiqua. Zu seinem Schaffen gehören auch zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Bücher wie “Die Kunst der Typographie” aus dem Jahre 1939.
Als Social Media werden Online Plattformen bezeichnet, welche den (ständigen) Austausch von Informationen, Erfahrungen sowie Bildern und Videos ermöglichen. Kern dabei ist die Interaktion sowie die vom Benutzer erstellten Inhalte (User generated Content). Die bekannten Rollen vom (aktiven) Sender und (passivem) Empfänger existieren immer weniger.
Die Schweizer Typografie bezeichnet eine um 1955 entstandene Gestaltungsrichtung der Typografie. Charakteristisch für die Schweizer Typografie sind die sehr sachlichen Darstellungen, die Verwendung von serifenlosen Schriften (Groteskschriften) in zumeist wenigen Schriftgraden, extreme Weissräume innerhalb des Layouts und der Verzicht auf Schmuckelemente.Bekannte Typografen, die diese Stilrichtung geprägt haben sind u.a. Max Bill, Adrian Frutiger oder Max Miedinger.

Jan Tschichold gilt als einer der bedeutesten Typografen/Grafikdesigner und hatte enormen Einfluss auf die Typographie des 20. Jahrhunderts, vor allem im Bereich der Buch- und Lesetypographie. Seine Texte und Publikationen machten die »Bauhaustypographie« (1923–1933) weltberühmt und galten als Inspirationsquelle vieler Grafiker und Schriftsetzer. Bild: Jan Tschichold(1963), photo by Erling Mandelmann
Als Unicode bezeichnet man einen internationalen Standard der eine digitale Zuordnung von jedem Schriftzeichen (Textelementes) aller Schriftkulturen und Zeichensysteme ermöglicht. So ist jedem Zeichen ein Code zugewisen, der wiederum von jeder Tastatur abgerufen werden kann. Der Unicode wird ständig um neue Zeichen und Schriftsysteme erweitert.

Underware ist der Name des 1999 von Akiem Helmling, Bas Jacobs und Sami Kortemäki gegründete Schriftstudio. Das Kollektiv operiert von Den Hagg, Helsinki und Amsterdam aus und initiiert viele Workshops zum Thema Schriftgestaltung. Zu den bekanntesten Schriften aus dem Hause Underware gehören die Dolly, Bello, Liza, Auto und Fakir. Bild: Underware Logo
Der Begriff Verkaufsort (Point of Purchase, POP) bezeichnet man aus Sicht des Konsumenten (Käufersicht) die Einkaufsstelle, wo das Produkt gekauft wird. Für den Produzenten oder Verkäufer bezeichnet es den Verkaufspunkt Point of Sale (POS, Verkäufersicht).Die Präsentation der Ware oder des Produkts im Schaufenster bei einem Verkaufspunkt können beim Käufer Emotionen auslösen und einen Bedarf an diesem speziellen Produkt wecken. Vielfach werden mit dem POS (Verkäufersicht) oder eben den POP (Käufersicht) die Käufer animiert, ein Produkt zu kaufen. Da der Kunde selber entscheidet, ob er ein Produkt kaufen will oder nicht, ist eine gefällige, ansprechende Zurschaustellung der Ware besonders wichtig. Der Point of Sale wird zusätzlich genutzt, um auf das Produkt aufmerksam zu machen. Hierfür wird zusätzliche Kommunikation mit Displays, Regal-Stopper, Fensterkleber, Demo- und Degustationsständen, Aktionstafeln, Pfeilen, Körben, Türmen und Bodenaufklebern eingesetzt.

Bezeichnet den Abstand von der Grundlinie einer Zeile zur nächsten Grundlinie. Gemessen wird dieser Abstand in der Regel in Punkt (pt) oder in Milimeter. Der „ZAB“ steht in Abhängigkeit zur Punktgröße einer Schrift und ist mitentscheidend für die Lesbarkeit eines Textes.Dabei wird folgende typografische Grundregel angewendet:1. Je länger die Textzeile (in Abhängigkeit der Anschläge pro Zeile), desto großzügiger sollte der Zeilenabstand gewählt werden. Warum? Weil das Auge bei längeren Zeilen größere Schwierigkeiten hat, den Zeilenanfang der nächsten Zeile zu finden.2. Der Zeilenabstand sollte in jedem Fall größer sein, als der Abstand zwischen den einzelnen Wörtern einer Zeile. Andernfalls wird die Zeilenbildung gestört (Fleckenbildung), die wiederum stark die Lesbarkeit eines Textes beinflußt.Bei der Beurteilung der Lesbarkeit achtet man eher auf den „Durchschuß“. Dieser beschreibt den optisch-wahrnehmbaren Weißraum zwischen den Textzeilen. Gemessen wird der Durchschuß von der Unterlänge (g, p, q) der oberen Zeile bis zur darunter liegenden Oberlänge (f, l, t) oder Versalhhöhe der nächsten Zeile.
Die Designdisziplin „Signaletik“ (von französisch "signalétique" = kennzeichnend) befasst sich mit der Orientierung im öffentlichen Raum – also innerhalb komplexer Gebäude oder ganzen Arealen (z.B. Flughafen, Bahnhöfe, Bürogebäude, Firmengelände, Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern, Parks, Museen) – und kommt vor allem dort zum Einsatz, wo sich die Menschen nicht mehr ohne weiteres intuitiv orientieren können. Ein optimales Signaletiksystem (Leit- und Orientierungssystem) dient der schnellen und einfachen Orientierung und sollte verschiedene Aspekte wie Architektur, Design, Psychologie, Sinneswahrnehmung und kulturelle Prägung berücksichtigen. Für die Realisation eines effizienten Leit- und Orientierungssystems ist die die richtige Platzierung aller für die Orientierung wichtigen Elemente essentiell, denn häufig sind zuviele Wegweiser eher hinderlich als hilfreich. Ziel ist die Optimierung des Gesamtsystems, um an den richtigen Orten die notwendigen, zielgruppengerechten Informationen bereit zu stellen. Wo die richtigen Orte sind und welche Informationen an einem bestimmten Ort zu geben sind, wird aufgrund einer umfassenden Begehungs- und Raumanalyse erarbeitet. Dieser konzeptionelle Hintergrund unterscheidet die Signaletik von der herkömmlichen Beschilderung.
Als Kapitälchen bezeichnet man Großbuchstaben, deren Höhe der Normalhöhe (dersogenannten x-Höhe) der Kleinbuchstaben entsprechen. Somit wirken die Kapitälchen optisch wie Kleinbuchstaben. Strichstärke und Grauwert richten sich ebenfalls nach den Kleinbuchstaben.

In der Typografie bezeichnet die Strichstärke die Breite der Formen und Striche, bezogen auf den kompletten Schriftschnitt. Die Strichstärke hat somit großen Einfluss auf den Grauwert (Verhältnis von bedruckter und unbedruckter Fläche um einen Buchstaben) und auf das Gesamtbild der Schrift.

John Baskerville (1706-1775) war ein bedeutender englischer Typograf und Drucker, dessen Schriften schon zu seinen Lebzeiten häufig immitiert wurden. Auch heute gibt es noch, meist unter den Namen "Baskerville", viele Wiederbelebungen seiner Schriften.Bild: John Baskerville, Portrait (Wikipedia)
Die neue Kunst (in Deutschland als "Jugendstil" bekannt) entwickelte sich um 1894. Die kunstgeschichtliche Epoche basierte auf der Ablehnung historischer und traditioneller Werte und Refrenzen. Auswirkungen hatte dies sowohl auf die Kunst, als auch auf die Architektur und das Interior Design. Dekorative Elemente wie geschwungene Linien und florale Ornamente sind beispielhaft für die "Art nouveau".

Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar als Kunstschule gegründet. Unter der Leitung des Architekten Walter Gropius wurde dort nach einer neuen Form von Design gesucht. Der für das Bauhaus typische Stil legt den Fokus auf Funktionalität sowie die Verwendung klarer, geometrischer Formen. So entstanden am Bauhaus Schriften und Layouts, die den Bedürfnissen und Ansprüchen der industrialisierten Welt entsprachen. Das Bauhaus schloss 1933, gilt jedoch weltweit bis heute als (ein) Geburtsort der Klassischen Moderne. Bild: Bauhaus-Logo; licensed with PD-self (Wikipedia)
Das Deutsche Institut für Normierung wurde 1917 zunächst unter dem Namen „Normenausschuss der deutschen Industrie“ gegründet. Das Institut hat mittlerweile viele Standards definiert, welche weltweit Verwendung finden. Eine der bekanntesten Normen ist sicherlich die 1922 festgelegte DIN 476, welche das DIN A4-Papierformat einführte.

Das Gesetz der Nähe besagt, dass Elemente die nah beieinander liegen als Gruppe wahrgenommen werden, während Objekte die (weit) voneinander entfernt sind, als einzelne Elemente wahrgenommen werden.
Dem Intensitätsgesetz zufolge beeinflusst die Stärke grafischer Variablen wie z.B. Größe, Positionierung, Helligkeit und Farbe die allgemeine Aufmerksamkeit. Wichtig ist eine Gewichtung der Elemente/Informationen, da nicht alles gleich wichtig sein kann.

Otl Aicher (1922-1991) war einer der bedeutetsten deutschen Grafiker und Gestalter des 20. Jahrhunderts.
1946 begann Aicher ein Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Schon im Jahr darauf eröffnete er sein eigenes Atelier in Ulm.
Er war Mitbegründer der Volkshochschule in Ulm, für welche er auch zahlreiche Plakate entwarf. Später war Aicher auch lehrend tätig, als Dozent für visuelle Kommunikation an der HfG (Hochschule für Gestaltung) Ulm. Otl Aicher kann als einWegbereiter des Corporate Design gesehen werden: So entstand noch an der HfG das visuelle Erscheinungsbild der Lufthansa, das bis heute in einer leichten Modifikation verwendet wird. Eine seiner bekanntesten Arbeiten war jedoch die Definition und Umsetzung der Gestaltungsrichtlinien für die Olympischen Spiele in München 1972, die Arbeit umfasste einfach alles: von Uniformen bis hin zu Plakate und Eintrittskarten.
Bild: blog.onpaperwings.com

Der Begriff Symbol stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "etwas zusammenfügen". Ein Symbol ist ein Sinnbild, ein Bedeutungsträger (bestehend aus Zeichen, Wörtern, grafischen Elementen oder Gegenständen). Das Symbol vermittelt Assoziationen und Vorstellungen, welche jedoch erst im jeweiligen (kulturellen) Umfeld definiert werden.
Das richtige Interpretieren von Symbolen basiert auf den (richtigen) Konventionen. Betrachter müssen die Bedeutung erlernen, so kann das "Rote Kreuz" als Symbol für Hilfe verstanden werden, dies muss jedoch erst gelernt werden.

Der Begriff Schmutztitel stammt aus der Buchbinderei. Gemeint ist dabei die erste Seite eines Buches (also sein Titel, auch Vordertitel genannt). Er soll die Innenseiten während der buchbinderischen Weiterverarbeitung vor dem Verschmutzen schützen. Auf einem Schmutztitel kann neben dem Titel und Autorennamen auch nur das Verlagssignet abgebildet sein.

Giambattista Bodoni (1740 - 1813) war ein italienischer Stempelschneider, Buchdrucker, Typograf und Verleger. Sein Schaffen hatte großen Einfluß auf die Schriftgestaltung; seine zahlreichen Bleiletter schnitt er selbst und er schuf für nahezu jedes von ihm gedruckte Werk eine neue Schirftart.
Für Bodoni basierte die Schönheit einer wohl durchdachten Schrift auf vier Faktoren: Gleichmäßigkeit des Entwurfs, Sauberkeit der Schrifttypen, Auswahl der besten Schriftformen und Anmut der Schrift.
Eine Übersicht über die Arbeiten den Giambattista Bodoni gibt das »Manuale Tipografico«, ein umfangreiches Buch über seine Arbeiten , welches 2011 vom Taschen Verlag neu aufgelegt wurde.
Bild: Linotype

Kurt Weidemann (1922-2011) war ein bedeutender deutscher Grafikdesigner, Typograf und Autor. In Lübeck durchlief er bis 1952 eine Lehre zum Schriftsetzer, es folgte ein Studium an der Staatlichen Akademie der bildenen Künste in Stuttgart, an der er auch später lehrend tätig war.
Seit 1955 war Kurt Weidemann freiberuflicher Designer, seit dem entwarf er eine Vielzahl von Schriften (u.a. die Biblica oder die ITC Weidemann) und Erscheinungsbilder wie co op, Daimler Benz (hierfür entwarf er ebenfalls die Hausschrift Corporate A,S,E), Porsche und Deutsche Bahn.
Bild: Slanted

Claude Garamond (1499-1561) war ein berühmter Schriftgießer und königlicher Hofdrucker in Paris. Garamond war Schüler (später auch Mitarbeiter) des Pariser Stempelschneiders und Druckers Antoine Augereau. Seine ersten Antiqua-Schrifttypen (heute überall als Garamond bekannt) schuf er um 1530. In den folgenden Jahrhunderten erschienen, unter gleichen Namen, viele unterschiedliche Varianten dieser Schrift. Neben der Bembo ist die Garamond wohl eine der am häufigsten verwendeten Schriften in der Buch-Typografie.
Bild: Claude Garamond, Wikipedia
Für die Lesbarkeit eines Textes spielt die Satzbreite (Länge der Textzeile) eine enorm wichtige Rolle. Dabei steht die Länge der Zeile in Relation zur Schriftgröße. Eine zu lange Zeile (eine Zeile mit zu vielen Wörtern) erschwert das Lesen, da der Leser nur schwer mit dem Auge den Anfang der nächsten Zeile findet (Ankerpunkt). Zu kurze Zeilen jedoch sind ebenfalls unschön, sie wirken unruhig und das Auge muss zu oft von Zeilenende zum nächsten Zeilenanfang springen. Im allgemeinen genügt eine Zeilenlänge von 10 bis 12 Worten (dies ist jedoch nur ein Richtwert).

Der schweizer Typograf Adrian Frutiger zählt durch seine Arbeiten zu einem der berühmtesten Schriftgestalter des 20. Jahrhunderts. 1952 kam er durch den Schriftgießer Charles Peignot nach Paris und arbeite dort in der Schriftgießerei Deberny & Peignot. Neun Jahre später gründet Frutiger dann sein eigenes Grafikatelier. Seine zwei bekanntesten Schriften sind die serifenlose Linear-Antiqua Univers sowie die Roissy, die er für die Beschilderung des Pariser Flughafens Charles-de-Gaulle entwarf. Sie diente ihm später als Basis für die Frutiger.
Bild:bernardosouza.com

Justus Erich Walbaum (1768-1836) war zunächst Zuckerbäcker und kam über die Gravur (von Confiserie-Formen) zur Schriftgießerei. Im Jahre 1793 gründete er in Goslar seine eigene Schriftenschmiede. Seine wohl bedeutenste Schrift, die Walbaum, gilt neben der Bodoni und der Didot als eine der bedeutendsten Klassizistischen Antiquaschriftarten.
Auch heute noch verwendet die Berliner Zeitung die Walbaum als Headline-Font.

Die Fontshop AG mit Sitz in Berlin ist ein heute das weltweit größte Versandhaus für digitale Schriften und Fotos. Gegründet wurde die Fontshop AG bereits 1989 von Joan und Erik Spiekermann. Das Angebot wendet sich an alle Menschen, die beruflich am Computer Drucksachen erstellen: im Grafikdesign, der Buchgestaltung, Werbung, Bürokommunikation und für elektronische Medien.
Seit 1995 veranstaltet FontShop jährlich in Berlin die internationale Designkonferenz TYPO Berlin.
Bild: fubiz.net

Das Fuse Magazine hatte enormen Einfluss auf die Typografie-Szene Ende der 1990er Jahren. Zusammen mit dem FSI (Fontshop International) veröffentlichte Neville Brody von 1990 bis 2000 das eher experimentelle Typografie-Magazin und initiierte hierzu die gleichnamige Konferenz (aus der dann später die Typo Berlin entstand). 1994 gründete Neville Brody mit seinem Geschäftspartner Fwa Richards die Research Studios in London.
Bild: fubiz.net

Die Linotype GmbH ist Vertreiber von heute mehr als 12.000 digitaler Schriften. Der Name Linotype leitete sich von der gleichnamigen, von Ottmar Mergenthaler entwickelten "Linotype-Setzmaschine" ab.
Zunächst 1890 als Mergenthaler Linotype Company in New York ansässig, kam es Ende des 19. Jahrhunderts zur Niederlassung in Manchester, England und Berlin, Deutschland. In beiden Ländern wurden sie Setzmaschinen und Linotype-Schriftmatrizen hergestellt. Nach 1945 änderte sich dann der Unternehmensname in Linotype GmbH (ab nun mit Sitz in Frankfurt).
Seit August 2006 gehört die Linotype GmbH zur Monotype Imaging Inc.; ein Unternehmen, das nach vorangegangenen Fusionen den Namen des einstigen Monotype-Satzsystems fortführt.

Egyptienne ist ein gängiger Begriff für die frühe Form der serifenbetonte Linearantiqua. Die Herkunft des Wortes stammt vermutlich aus dem 19. Jahrhundert, zu Zeiten der Ägypten-Romantik (damals entstanden im Zuge der napoleonischen Feldzüge). Charakteristisch für eine Egyptienne ist, dass die Stricjstärken ihrer Buchstaben fast gleichmäßig sind, die Serifen jedoch deutlich verstärkt sind. Im Englischen ist sie auch als Slab Serig bekannt.

Als Initialen bezeichnet man in der Typografie Buchstaben, die man am Anfang eines Absatzes als schmückendes Element steht. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen, das Wort "initium" bedeutet soviel wie Anfang, Beginn. Gerade zu Zeiten des Bleisatzes wurden die Initialen oft in auwendiger Handarbeit hergestellt. Es gibt unterschiedliche Arten von Initialen, wie z.B. freistehende Initialen, in den Text eingebaute Initialen, überhängende Initialen oder angesetzte Initialen.
Bild: Wikipedia

Dingbats ist eine Sammlung von symbolhaften und dekorativen Zeichen in Anlehnung an Hermann Zapfs Schrift ITC Zapf Dingbats, welche mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Besonders bekannt sind die Dingbats Arrows, eine Sammlung von Pfeilen. Für alle Symbole wurde Unicode, ein digitaler Code für jedes sinntragende Schriftzeichen bzw. Schriftelement festgelegt.
Die 1885 gegründete Schriftgießerei Fundicón Tipográfica Barcelona ist ein katalanisches Traditionsunternehmen. Sie war bis in die 1970er Jahre eng mit der deutschen Gießerei Bauer (mit Sitz in Frankfurt) verbunden. Zunächst war die Fundicón Tipográfica Barcelona eine Tochterfirma der Gißerei Bauer, welche dann jedoch 1972 ihre Aktivitäten von Deutschland nach Spanien verlegte, und welche zahlreiche Rechte an Schriften hält.
Zu den bekanntesten Schriften des Unternehmens zählen die Bauer Bodoni, Bernhard Antiqua, Folio, Futura, Impressum und Weiß Antiqua.

William Caslon (1692 - 1766) war ein britischer Graveur und Schriftentwerfer, der die gleichnamige Schrift Caslon entwickelte. Seine Arbeit beeinflusste andere Schriftgestalter, wie Beispielsweise John Baskerville.
Im Jahre 1725 eröffnete er seine eigene Schriftgießerei, 9 Jahre später veröffentlichte er Caslon sein erstes Schriftprobenblatt mit insgesamt 47 der von ihm hergestellten Schriftschnitten. Besonders die Lesbarkeit seiner Schriften war ein Grund dafür, dass Caslons Schriften bei vielen der berühmten Drucker Englands sehr geschätzt wurden.
Bild: unostiposduros.com
Azureelinien (frz.: assurance = Versicherung, Sicherheit) sind fein schraffierte, meist wellenförmiges Linienmuster (Sicherheitslinien) auf Dokumenten, Wertpapieren, Schecks und Formularen zur Erschwerung von Fälschungen und Kopien.
Unter dem USP (engl.: dem unique selling point) versteht man den einzigartigen Verkaufsvorteil eines Produktes gegenüber den Produkten der direkten Mitbewerber auf dem Markt. Hat ein Produkt keinen solchen einzigartigen Vorteil oder Nutzen, wird ihm auch oft ein künstlicher USP zugeschrieben, ein sogenannter emotionaler Nutzen.
Unter Tonalität versteht man den Grundton bzw. das generelle Auftreten eines Unternehmens oder einer Produktpalette. Im besten Falle ist diese Tonalität durchgängig und konsequent - und somit in sich schlüssig. Gerade bei Produkten beschreibt die Tonalität, wie dieses strategisch "verpackt" wird.
Der Begriff Public Relations steht für die Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens. Diese dient hauptsächlich der Imageförderung. Ein positiver Nebeneffekt der sogenannten "PR" kann auch eine Absatzsteigerung des Unternehmens sein. Public Relations richtet sich immer an die gesamte Öffentlichkeit und beinhaltet Maßnahmen wie Mitarbeiterzeitungen, Firmenmagazine, Pressekonferenzen und Pressemitteilungen sowie Anzeigenschaltung und Sponsoring.
Sämtliche Möglichkeiten, um einer definierten Zielgruppe Dienstleistungen oder Produkte direkt vorzustellen und anzubieten, werden unter dem Begriff Direktmarketing zusammengefasst. Hierbei steht nicht der (sofortige) Verkauf des Produktes im Vordergrund sondern vielmehr der Dialog zur Zielgruppe. Der Dialog dient der Kundenbindung und Kundengewinnung, da positive Erfahrungen über die Zielgruppe hinaus getragen werden.

Um 1200 v. Chr. schufen die Phönizier ein aus 22 Konsonanten bestehendes Alphabet. Es gilt als erstes Alphabet der Geschichte. Mit der linksläufigen Konsonantenschrift wurden nicht nur aramäische, hebräische sondern auch andere semitische Sprachen geschrieben. An Hand der phönizischen Schrift wurde eine lautgetreue Wiedergabe des gesprochenen Wortes möglich.
Unter Interpolation versteht man das Neuberechnen der Größe von Pixelbildern, wobei die Anzahl der vorhandenen Pixel je nach Skalierung zu einer kleineren oder größeren Anzahl umgerechnet wird. Während dieses Vorgangs wird vom Programm für den Farbübergang zwischen den Pixeln ein geeigneter Mittelwert gebildet. Es gibt unterschiedliche Interpolationsarten: die Pixelwiederholung (pixellinear), die bikubische und die bilineare Interpolation.

Als „Dickte“ bezeichnet man die Breite eines Buchstabens, inklusiv der Vor-und Nachbreite. Die Dickte ist ein Begriff, der noch aus der Bleisatzzeit kommt und durch das Geviert ermittelt wird.
Schriftarten, die bei jedem zeichen den gleichen Dicktenwert besitzen, bezeichnet man auch als Monospace-Schriften (= dicktengleiche Schriften). Als Beispiel die Courier, Andale oder diverse andere Schreibmaschinenschriften. Der Nachteil von Monospace-Schriften liegt in der starken Quetschung von eher breiten Buchstaben (m, w), zugunsten der schmaleren (i, o). Der Vorteil natürlich in der immer bündigen Anordnung der Buchstaben untereinander. Dies ist vor allem bei Zahlentabellen ein großer Vorteil (siehe hierzu auch unter „Tabellenziffern“).
Alle anderen Schriften, bei denen nicht jedes Zeichen den gleichen Dicktenwert besitzt, werden als Proportionalschriften bezeichnet.

Mit der „Oberlänge“ bezeichnet man diejenigen Teile der Kleinbuchstaben, welche die Mittellinie nach oben überschreiten, wie beim b, d, h und k. Die Norm DIN 16507-2 misst die Oberlänge bis hinunter zur Grundlinie.
Es gibt Schriften, bei denen Kleinbuchstaben wie das f über den Bereich der Oberlänge hinausragen.


Der „Satzspiegel (5) ist Teil des typografischen Ordungssystems und legt die eigentliche, rechteckige Nutzfläche des gewählten Seitenformats fest, auf der Bilder und Texte platziert werden sollen. Der Satzspiegel wird in Abhängigkeit des zu bedruckenden Mediums und dessen Einsatzzweck definiert. Aus der Größe der gewählten Fläche ergeben sich die entsprechenden Abstände zum Papierrand. Diese in der Regel nicht bedruckten Ränder nennt man Stege.
Diese Abstände/Stege werden wie folgt bezeichnet:
1. Kopfsteg
2. Fußsteg
3. Rand-/Seiten-/Aussensteg
4. Bundsteg
Bodensignaturen, Rubrizierungen und Seitenzahlen (= Pagina) können außerhalb des Satzspiegels liegen, Fußnoten und Legenden wiederum gehören in den Satzspiegel.

Schriftmuster bzw. Schriftmusterbroschüren dienen als Verkaufsinstrument für Schriften und demonstrieren deren Anwendungsspektrum (Schriftschnitte, Glyphenaufstellung, Größenvergleich, Schrift im Fließtext, Sonderzeichen, Ornamente u.a.). Sie haben eine Tradition, die bis zum Beginn des gedruckten Wortes zurückreicht. Vielfach sind es liebevoll aufbereitetet Broschüren oder sogar ganze Bücher.
Sammlungen von Abbildungen vieler historischer Schriftmuster gibt es auch hier:
– Flickr-Gruppe „Type Specimen“ mit über 3000 Abbildungen.
– Onlinegalerie unter crucialfuel.com

Als „Tabellenziffern“ werden dicktengleiche (= Monospace bzw. nicht proportionale), indo-arabischen Ziffern bezeichnet, die auf gleicher Höhe mit den Versal-/Großbuchstaben stehen und keine variierenden Oberlängen und Unterlängen besitzen.
Tabellenziffern werden auch als Majuskelziffern, Versalziffern, Normalziffern oder im englischen als Tabular Figures (TF) bezeichnet und wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus den Mediävalziffern (proportionale Ziffern mit Ober- und Unterlängen) entwickelt. Da die schmale Form der Ziffer 1 problematisch ist, besitzt diese zur optischen Verbreiterung eine Fußserife.
Tabellenziffern eignen sich aufgrund der Kegel-/Dicktengleichheit und der sich daraus ergebenden vertikalen Bündigkeit insbesondere für den Tabellenschriftsatz (Bilanzen, Rechnungen) und erzeugen ein ruhiges und harmonisches Zahlenschriftbild.

Eine UV-Lackierung ermöglicht das Auftragen eines hochglänzenden Lackspiegels auf Papier. Viele Printprodukte arbeiten in der Veredelung mit UV-Lack als gestalterischen Element. Zur Verwendung kommen meist spezielle UV-Lacke die keine Lösungsmittel enthalten. Die UV-Lacke trocknen nur in speziellen UV-Trocknungsanlagen.
Der Begriff "Trimmen" stammt aus dem Buchbinden, gemeint ist das Beschneiden der gebundenen Blöcke auf den drei nicht gebundenen Seiten eines Buches. Dabei werden die Blöcke auf das Endformat beschnitten, das Verfahren ist dabei unabhängig von dem Bindeverfahren.
Im deutschen Schriftsatz werden mit den „Gänsefüßchen“ Zitate und die wörtliche Rede gekennzeichnet. Fälschlicherweise werden im DTP-Schriftsatz immer noch häufig die Zollzeichen (") verwendet (auch „Deppen-An- und Abführung“ genannt).
Deutsche (auch polnische, rumänische, russische, slowakische, slowenische, tschechische, ungarische, istländische) Anführungszeichen:
„ … “ (99 unten, 66 oben)
Deutsche (auch dänische, polnische, kroatische, slowakische, tschechische, ungarische) Guillemets:
» … «
Niederländische (auch afrikaans, ungarisch,) Anführungszeichen:
„ … ” (99 unten, 99 oben)
Englische (auch amerikanische, irische, spanische, französische, portugisische) Anführungszeichen:
“ … ” (66 oben, 99 oben)
Schwedische und finnische Anführungszeichen:
” … ” (99 oben, 99 oben)
Italienische und türkische Anführungszeichen:
“ … „ (66 oben, 99 unten)
Französische (auch italienische, spanische, portugisische, rumänische, norwegische, griechische, russische, slowenische, türkische) Guillemets:
« … »
Schwedische und finnische Guillemets:
» … »
Korrektur des Verfassers/Auftraggeber nach der (teils auch finalen) Erstellung des Layouts/Satzes und Beendigung der Hauskorrektur (Tipp- und Satzfehler).
Die Autorenkorrektur bezieht sich dementsprechend nicht auf die Beseitigung von Rechtschreibfehlern oder Ähnlichem, sondern auf grundlegende Änderungen.
Hervorheben von Textstellen mit Hilfe typografischer Mittel wie dem Fettdruck oder der Kursivstellung (—> Schriftschnitt). Wird eine bestimmte Form der Auszeichnung, z.B. die durch einen fetteren Schriftschnitt, einem Verwendungszweck zugeordnet, sollte diese Form im gesamten Dokument beibehalten werden (form defines function). Verschiedene Auszeichnungsformen dienen unterschiedlichen Anwendungszwecken:
Die „aktive Auszeichnung“
The quick brown fox jumped over the lazy dog.
Die Auszeichnung durch einen fetten oder halbfetten Schriftschnitt wird vor allem dann verwendet, wenn einzelne wichtige Wörter innerhalb eines Textes deutlich hervorgehoben werden sollen. Diese Art der Auszeichnung soll schon vor dem Lesen auffallen, um die Orientierung innerhalb eines Textes zu vereinfachen und um die Lesegeschwindigkeit zu erhöhen.
The q u i c k brown fox jumped over the lazy dog.
Dieselbe Funktion hat auch der Sperrsatz, der überwiegend in der klassischen Buchgestaltung Verwendung findet.
The QUICK brown fox jumped over the lazy dog.
Eine Auszeichnung durch Kapitälchen oder Versalien (= Großbuchstaben oder Majuskeln) eignet sich ebenfalls zur deutlichen Hervorhebung von wichtigen Wörtern und kürzeren Textpassagen. Allerdings sollten keine längeren Textabschnitte in Versalien oder Kapitälchen gesetzt werden, da diese schlechter zu lesen sind.
Die „integrierte (harmonische) Auszeichnung“
The quick brown fox jumped over the lazy dog.
Eine Auszeichnung durch einen kursiven Schriftschnitt ist dezent. Der Grauwert des Textes verändert sich nicht, da sich die Kursive in der Regel wenig von der Grundschrift unterscheidet. Besonders Hervorhebungen, die erst während des Lesens auffallen sollen, werden in kursiver Schrift gesetzt.
Quantitätskontrast – basiert auf dem Größenverhältnis gegenübergestellter Farbflächen und wird auch Mengenkontrast genannt. Stehen diese unterschiedlich großen Flächen in einem guten Verhältnis, wirken sie gleich intensiv. Die Wirkungskraft einer Farbe hängt zum einen von ihrer Leuchtkraf, zum anderen von ihrer Flächengröße ab. Beispiel: Ein Teil Orange entspricht zwei Teilen Blau, Rot und Grün ergänzen sich in gleichen Anteilen.
Qualitätskontrast – auch Intensitätskontrast genannt, unterscheidet Farben in ihrer Reinheit und Leuchtkraft. Die Farbqualität kann durch das Beimischen von Schwarz, Weiß oder Komplementärfarben getrübt und verändert werden. Endscheidend ist, welche Auswirkungen die Nachbarfarbe hervorruft. Steht eine schwache Farbe neben einem reinen Grau, wirkt sie intensiver und leuchtender.
Simultankontrast – durch einem Korrekturvorgang des Auges werden Farbnuancen durch den Einfluss der Umgebungsfarben verändert. Deutlich wird dies bei der Kombination mit unbunten Farben wie Schwarz oder Weiß zu bunten Farben.
Komplementärkontrast – dieses Kontrastverhältniss basiert auf den sich gegenüberstehenden Farben im Farbkreis Ittens. Es ist das größtmögliche Kontrastverhältnis zwei Farben die sich in ihrer Leuchtkraft gegenseitig stärken und in unserem Auge ein absolutes Gleichgewicht erstellt.
Farbe-an-sich-Kontrast – wenn zwei Farben in ihrer reinsten Intensität zueinander stehen, bezeichnet man dies als Farbe-an-sich-Kontrast. Die Wirkung ist bunt, laut und kraftvoll.
Hell-Dunkel-Kontrast – mit dem Hell-Dunkel-Kontrast ist der hohe Kontrast zwischen zwei Farben in Ihrer Farbhelligkeit gemeint. Ein starker Kontrast lässt Plastizität entstehen, da helle Farben sich in den Vordergrund drängen. Es geht in erster Linie um, Harmonie in der visuellen Wahrnehmung.
Kalt-Warm-Kontrast – Der höchst mögliche Wärmekontrast entsteht zwischen den Farbpaaren Blau/Grün mit Rot/Orange. Die Farben von Violett bis Gelbgrün (linke Hälfte des Farbkreis von Johannes Itten) gelten als kalte und Gelb bis Rotviolett als warme Farben. Praktische Anwendung findet dieser Kontrast in der Raumgestaltung, Landschaftsmalerei und in der Werbung um Temperatureindrücke zu erzeugen.
Sukzessivkontrast (auch Nacheffekt) – entsteht durch die Anpassung der Netzhautrezeptoren bei bestimmten Lichtreizen im Auge. Schaut man längere Zeit auf eine rote Fläche und anschließend auf eine weiße, so erscheint ein grüner Fleck. Dies geschieht durch die Dominanz einer Farbe des Koplementärpaares, und zwingt das Auge zu einem harmonischen Ausgleich.


Wenn z.B. zwei angrenzende Flächen nicht exakt nebeneinander gedruckt werden und somit weiße Zwischenräume entstehen, kann der Papierverzug einer von vielen Gründen sein. Dieser weiße Zwischenraum wird dann Blitzer genannt und ist eine fehlerhafte, unbedruckte Stelle innerhalb eines Druckergebnisses. Sie können durch Fehler im Design, Druck- oder Weiterverarbeitungsprozess entstehen.

Beim Fensterfalz wird ein Papierbogen drei mal vertikal gefalzt. Der erste Falz wird in der Mitte des Bogens gesetzt. Die beiden weiteren, jeweils in der Mitte der außen entstandenen Flächen. So entsteht die Möglichkeit die beiden äußeren Seitenteile nach innen zum Buchrücken einzuschlagen. Es wird empfohlen die beiden äußeren Seiten ein wenig schmaler zu halten, damit sie sich leichter einfalten lassen. Der Fensterfalz wird gern in Magazinen oder Broschüren verwendet, um einem Thema oder einer Abbildung Freiraum für Panorama-Ansichten zu schaffen.

Bei einem Kreuzbruchfalz wird ein Papierbogen horizontal und vertikal jeweils in der Mitte gefalzt, sodass sich vier Seiten ergeben. So gefalzte Seiten lassen sich gut im Buchrücken einbinden, so das die äußere und obere Kante geschlossen bleibt. Bei der Weiterverarbeitung wird die obere Kante beschnitten (somit geöffnet), und nur die äußere Kante bleibt geschlossen. Nun kann man die Möglichkeit nutzen den Innenraum der Seiten ebenfalls zu bedrucken, wodurch diese Seiten an Bedeutung gewinnen. Schwere oder gestrichene Papiere sind für diese Falztechnik nicht geeignet, da sie an den Kanten leicht brechen.

Der Leporellofalz (auch Zickzack- oder Akkordeonfalz) wird aus zwei oder mehr parallelen Falzlinien in gegenläufiger Richtung erstellt. Der Vorteil dieser Falztechnik ist, dass viele Seiten zu einem kleinen Endformat gefaltet werden können. Ein Leporellofalz lässt sich an vielen Stellen öffnen und sollte in der Anordnung der Informationen immer Sinn ergeben.

Der Wickelfalz besteht aus parallelen Falzlinien, die nacheinander eingeklappt werden. So ergibt sich ein Spannungsbogen beim langsamen entfalten jeder einzelnen Seite. Auch hier wird aus einem kleinen Anfangsformat eine Panorama-Ansicht für informativen Freiraum geschaffen. Bei einem mehrseitigen Druckwerk sollte darauf geachtet werden, dass die einzelnen Seiten nach innen hin schmaler werden, um sie leichter einfalten zu können.
Das Plakat ist ein großformatiges Druckerzeugniss welches im öffentlichen Raum Aufmerksamkeit für Marken oder Produkte suggeriert. Es hängt an Plakatreitern oder Litfaßsäulen und dient zur Absatzsteigerung. Das Trägermaterial ist meist Papier oder Kunststoff und wird mit Bildern und Texten bedruckt. Der Absender kann nicht kontrollieren ob und wie die Botschaft beim Empfänger ankommt.


Die Semiotik ist die allgemeine Theorie vom Wesen, der Entstehung (Semiose) und dem Gebrauch von Zeichen. Es ist sozusagen die Wissenschaft für Zeichensysteme aller Art, denn sie befasst sich mit allen Aspekten von Zeichen (Symbolen, Ikonen, Gestiken, Laut- und Bildzeichen) über ihre Entstehung, den Gebrauch und der generellen Theorie des Zeichens an sich.

Das Wort Piktogramm setzt sich aus dem lateinischen Wort „piktus“ (Bild) und dem griechischen Wort „gramm“ (geschriebenes) zusammen.

U/bik: 1. Digitales Brand Mannagement System von 804; 2. Visionärer Roman des amerikanischen Science Fiction Autors Philip K. Dick. U/bi/qui/tär: überall verbreitet (bes. Biol.). U/bi/qui/tät die; ~en: 1. (ohne Plural) Allgegenwart. 2. In der Wirtschaft überall in jeder Menge erhältliches Gut. 3. (Ohne Plural) das Nicht-gebunden-Sein an einem Standort (bes. Biol.)
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Ergänzende Funktionalität:
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